Digitale Justiz – wann, wenn nicht jetzt?

Die Zukunft der Rechtsbranche
Von Sophie Martinetz (Wiener Zeitung | 5.6.2020)

Alle Akten werden elektronisch geführt, und somit haben alle digitalen Zugriff auf den Inhalt des Falles.

Covid-19 hat es gezeigt: Die ganze Welt wird digital. Und wenn die Wirtschaft digitalisiert, braucht es auch eine nachhaltig digitale und unabhängige Justiz. Das bringt eine große Veränderung, die sorgfältig durchgeführt werden muss. Wo kann Digitalisierung konkret Mehrwert bieten? Zum Beispiel bei der Verfahrensführung: Alle Akten werden elektronisch geführt, und somit haben alle – wie das Gericht und über sichere Schnittstellen die Rechtsvertretung und Gutachterinnen und Gutachter – innerhalb ihrer Berechtigungen 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche digitalen Zugriff auf den Inhalt und den Verfahrensstand des Falles. Das benötigt die flächendeckende Einführung des elektronischen Aktes. Das erfordert natürlich auch für die Richterinnen und Richter sowie Mitarbeiter der Gerichte eine zeitgemäße technische Ausstattung. Es bedeutet allerdings auch eine Veränderung individueller Arbeitsweisen. Und Veränderungen sind ja bekanntlich nie besonders ersehnt. Gleichzeitig sollten auch die von Verfahren betroffenen Bürgerinnen und Bürger digitalen Zugang zu ihren Akten erhalten. […] Weiterlesen auf wienerzeitung.at