Blockchain

Blockchain

In unserer Rubrik „Basics“ erklären wir scheinbar komplexe Konzepte mit verständlichen Worten und möchten Sie so auf Ihrer Legal Tech Reise unterstützen.

Ausgangspunkt für die Blockchain Idee war es eine neue Form der Governance zu etablieren, die sich durch Dezentralisierung, Fälschungssicherheit, Transparenz und Vertrauen auszeichnet. Aus technischer Perspektive werden diese Parameter folgendermaßen garantiert: Eine Blockchain besteht aus einer Vielzahl aneinandergereihter Blöcke, die jeweils mit einem Hashwert (ein einzigartiger Schlüssel, der wie ein virtueller Fingerabdruck fungiert) verschlüsselt sind. Der Hashwert ist folglich eine kryptographische Verschlüsselung, die die Sicherheit gewährleistet. Die einzelnen Blöcke werden durch Mining (das Lösen eines mathematischen Rätsels) produziert. Liegt der notwendige Konsensus unter den aktiven Teilnehmern*innen vor, werden alle Transaktionen, die sich bis dahin in einem Block befunden haben, sodann an die bestehende Kette angefügt.

Die Dezentralisierung wird dadurch gewährleistet, dass das gesamte Netzwerk die Transaktionen einsehen kann, überprüft und dann erst genehmigt. Die dadurch entstehende Datenmenge wird auf jedem einzelnen Computer des Netzwerks fälschungssicher gespeichert. In Rosic (2018) anderen Worten heißt das, dass eine nachträgliche Änderung nicht mehr möglich ist. Denn eine Änderung würde die Integrität des Gesamtsystems beschädigen. So kann digitales Wissen durch Distributed Ledger Technologie (DLT) transparent verbreitet werden, ohne, dass eine Manipulation möglich ist. (Stevens 2018) Ein weiteres essenzielles Merkmal ist, dass keine Mittelspersonen eingesetzt werden, sondern alle Teilnehmer∗innen einer Blockchain gemeinsam und egalitär die Transaktionen überwachen und verwirklichen, (Kaltofen und Dose 2019) somit eine öffentliche P2P (peer-to-peer)-Technologie im dezentralisierten Netzwerk bilden.

Dies ist sicherlich eine stark vereinfachte Darstellung der Blockchain. Es geht uns an dieser Stelle primär darum zu verdeutlichen, wie die Ursprungsideologie mit der Hilfe von Technik realisiert wird. Bereits erfolgreich etablierte Blockchain-Systeme wurden im Bereich der Grundbuchverwaltung eingesetzt. Schweden will beispielsweise Landverkauf mittels Blockchain abwickeln und konnte die ersten Phasen dazu bereits erfolgreich abschließen. (Kim 2018) Zudem haben Unternehmen, wie Microsoft, JP Morgan, Intel und Accenture interne, auf der frei zugänglichen Open-source basierenden Ethereum Blockchain, eigene und geschlossene Systeme entwickelt. (Dörner und Wiebe 2019) Außerdem hat JP Morgan Patent angemeldet für ein Blockchain-System, das den Geldtransfer zwischen Banken vereinfachen soll. (Marinova 2018)

Quellen
Dörner, und Wiebe. 2019. Die drei großen Blockchain-Allianzen. https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/neue-datenbanken-jp-morgan-bringt-teile-einer-eigenen-blockchain-ein/20052356-2.html. Zugegriffen am 15.02.2019.
Kaltofen, T., und J. Dose. 2019. Die Grundlagen von Blockchain. https://www.computerwoche.de/a/die-grundlagen-von-blockchain,3330054. Zugegriffen am 25.02.2019.
Kim, C. 2018. Sweden’s land registry demos live transaction on a blockchain. https://www.coindesk.com/sweden-demos-live-land-registry-transaction-on-a-blockchain/. Zugegriffen am 21.01.2019.
Marinova, P. 2018. J.P. Morgan files patent for blockchain-powered payments. Von http://fortune.com/2018/05/04/jpmorgan-blockhain-patent/. Zugegriffen am 15.02.2019.
Rosic, A. 2018. What is blockchain technology? https://blockgeeks.com/guides/what-is-blockchain-technology/. Zugegriffen am 25.02.2019.
Stevens, A. 2018. Distributed ledger consensus explained. https://hackernoon.com/distributed-ledger-consensus-explained-b0968d1ba087. Zugegriffen am 15.02.2019.

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Sophie Martinetz ist Gründerin und Managing Partner von Future-Law, einer unabhängigen Plattform für Legal Tech.
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