Der Faktor Mensch – Gastbeitrag Legal Tech Konferenz | Nerds of Law

„Das haben wir immer schon so gemacht.“ Oder „Das machen ja alle so.“

So klingen oft die Reaktionen zu Digitalisierung. Manchmal ist man einen Schritt weiter, und der Meinung: „Wir machen jetzt LegalTech“, was auch immer das bedeuten mag.

 

Egal ob Innovation oder Digitalisierung in einer Organisation vom Management oder den Mitarbeitern kommt, sobald mehrere Personen involviert sind, die sich nicht völlig einig sind, wenn es um Digitalisierung geht, wird man auf Widerstände treffen.

 

Unter Mitarbeitern gibt es oft die Sorge, dass man durch Maschinen ersetzt oder „wegrationalisiert“ wird. Es kann aber auch bedeuten, dass langweilige, wiederholende Tätigkeiten wegfallen, und man mehr Zeit für spannende und kreative Tätigkeiten hat. Man benötigt aber auch Personen, die die Hintergründe der Digitalisierung verstehen, die Prozesse und Schritte, die zu einem Tool oder eine Automatisierung geführt haben. Auch wenn viele Anwender nur wissen, wenn man A drückt, passiert B, muss es Personen geben, die verstehen, warum A zu B führt. Zu einem gewissen Grad werden die Jobanforderungen auch technischer, was natürlich nicht immer auf Begeisterung stoßt.

 

Ähnliches kann passieren, wenn Mitarbeiter digitaler arbeiten wollen, und das Management wenig Zustimmung zeigt. Vor COVID-19 war das Wort „Homeoffice“ ein No-Go in vielen Unternehmen und Kanzleien. Gleichzeitig geht oft Homeoffice mit einem Flexibleren Arbeitsmodell einher. Das bedeutet, es gibt ein Thema mit Vertrauen, Führung und Zusammenarbeit. Das muss man beachten, wenn man diese Wünsche hat, und auch entsprechend Argumente in diese Richtungen ausarbeiten.

Aber auch bei anderen Digitalisierungsthemen haben (bzw hatten) Juristen nicht den Ruf, besonders innovativ zu sein. Wenn ein Modell funktioniert, hat man selten den Wunsch oder Schmerz es zu ändern. In einigen Anwalts-Mandanten-Kombinationen funktioniert das auch, und wird eine wenig digitalisierte Arbeit auch weiter funktionieren. Der Druck wird aber größer und kommt aus zwei Richtungen – die Mitarbeiter, die digitaler arbeiten wollen, zB lieber digital als in Büchern recherchieren, und die Mandanten, die selbst digitaler arbeiten und sich von Anwälten, die dieses Mindset ebenfalls haben, besser betreut fühlen. Ein letzter Aspekt ist weniger Druck als ein gewisses Konkurrenzdenken und der Wettbewerb – wenn man sieht, wie Kollegen digital arbeiten, will man das vielleicht auch.

Das bedeutet die Argumente bei diesen Sorgen sind Vertrauen, Kosten und Wettbewerb.

Natürlich kann es in beiden Varianten zu einem Punkt kommen, wo die grundsätzliche Weltanschauung so verschieden ist, dass ein gemeinsamer Weg nicht möglich ist. Aber meistens sind es ja nicht die Extreme, denen man begegnet. Deswegen muss man manchmal auch einfach nur eines versuchen, und das ist…

“Think different.” (Steve Jobs)

 

Beitrag von:

Nerds of Law
RA Mag. Katharina Bisset, RA Mag. Michael Lanzinger

 

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