Digitalisierung: Mensch versus Maschine

Digitalisierung: Mensch versus Maschine

Die Zukunft der Rechtsbranche

Es geht um die Frage, wie und wo wir Technologien einsetzen können, um „Leistungsabstürze“ verringern zu können.

Von Sophie Martinetz (Wiener Zeitung | 26.7.2019) Die Digitalisierung ist hier, um zu bleiben. Wird es zu dem Showdown Mensch gegen Maschine kommen? Wir wissen es nicht, aber gerade im Legal-Tech-Bereich ist es erstrebenswert, sich das Beste aus den unterschiedlichen Welten zu holen. Aber was ist das Beste? Könnte es sein, dass Maschinen in manchen Fällen ganz stur und ohne Unterbrechung faktenbasierte Subsumtionen fällen? Hier eine Anregung aus der Wissenschaft zum eigenen Nachdenken in der Sommerpause, wann und wo der Einsatz von Legal Tech relevant sein könnte: Die Studie des Forscherteams der israelischen Ben Gurion Universität unter der Führung von Shai Danziger in Kooperation mit Jonathan Levav von der New Yorker Columbia University ergibt (publiziert in PNAS, online), dass hungrige Richter härtere Urteile sprechen als satte. Wie gingen die Wirtschaftspsychologen vor? Um versteckte Einflussgrößen bei Justizentscheidungen zu entdecken, untersuchten die Wirtschaftspsychologen 1112 Urteile, die acht verschiedene Richter zweier israelischer Gerichtshöfe in 50 Verhandlungstagen fällten. Mit immer der gleichen Frage: ob Häftlinge auf Bewährung freigelassen oder Auflagen erlassen werden. Das Resultat ist ernüchternd. Alle Richter beschieden zu Beginn eines Sitzungstages 65 Prozent der Anträge positiv, dann aber urteilten Sie zunehmend ablehnend, bis sie schließlich jedes Gesuch ablehnten. […] Weiterlesen auf wienerzeitung.at