Ist der Jurist der Zukunft ein Bot?

Schnelle Datenanalysen, richtige rechtliche Schlüsse ziehen und den Ausgang von Fällen richtig vorhersagen. Das alles können Bots. Aber inwiefern können sie Menschen ersetzen? Ist der Jurist der Zukunft ein Bot oder werden Jurist*innen bald ganz von Bots abgelöst?

Die Coronavirus-Pandemie hat die Arbeitsweise jeder Organisation verändert. Überall auf der Welt mussten sich Unternehmen aller Branchen und Größen anpassen, um ihre Teams zu schützen. Infolgedessen haben sich nach und nach soziale Distanzierungsstrategien herausgebildet.

Für Rechtsdienstleister hat die Pandemie eine digitale Revolution mit sich gebracht, die nicht nur eine Veränderung der Arbeitsumgebung, sondern auch eine dramatische Veränderung der Denkweise mit sich bringt. Anwält*innen waren gezwungen, alles was sie über Rechtsdienstleistungen wussten, zu hinterfragen. Aber diese veränderte Einstellung zu Rechtsdienstleistungen bringt auch neue Sorgen für Anwälte mit sich. Können Kanzleien in einer Welt, in der digitale Technologie eine bedeutende Rolle im juristischen Ökosystem spielt, ihre Prozesse mit mehr Technologie, wie KI und Bots, rationalisieren?

Kann ein Bot Ihre Rechtsfälle lösen?

Eine überraschende Frage, die manche Leute mit einem Lächeln beiseite schieben, aber die Wahrheit ist, dass Roboter in der Lage sind, Rechtsfälle zu „lösen“. In Großbritannien haben Jus-Studierende ein KI-Programm entwickelt, das den Ausgang von Rechtsfällen vorhersagen kann. Das Team führte ein Experiment durch und verglich die Vorhersagen des Computers mit denen von Anwält*innen. Es überrascht nicht, dass die KI mit einer Trefferquote von über 86 % den Sieg davontrug, während die Anwält*innen 66 % erreichten. Das Team nutzte PPI-Fälle (Payment Protection Insurance) für den Test und verwendete Daten-Crunching und -Analyse, um Ergebnisse zu erhalten. Tech-Expert*innen sind sich einig, dass bei datengestützten Fällen die digitale Technologie schneller und effektiver ist als Anwält*innen. Letztlich besteht kein Zweifel daran, dass KI-Programme den Menschen in datenzentrierten Kontexten überlegen sind.

In Zukunft könnte es eine Möglichkeit geben, sich bei einfachen Fällen, die durch Datenanalyse gelöst werden können, mehr auf KI-Programmierung zu verlassen. Estland experimentiert seit 2019 mit KI, um Bagatellfälle zu beurteilen. Die größte Sorge ist jedoch, wie die Menschen darauf reagieren würden, dass Bots in das Rechtssystem eintreten.

Ist es eine rentable Investition?

Für Kanzleien kann es jedoch schwierig sein, die Einführung von kundenorientierter digitaler Technologie in ihre täglichen Abläufe zu berücksichtigen. Ein Roboter im Büro könnte eine Investition sein, bei der die Kosten den Ertrag überwiegen. Wenn es um die schrittweise Einführung von KI im Rechtswesen geht, ist es wichtig, die Break-Even-Point-Formel zu berücksichtigen, die im Wesentlichen berechnet, wie viel Nutzung Sie aus dem Legal Bot herausholen müssen, bevor er Gewinne liefert. Mit der Formel im Hinterkopf ist es für Anwaltskanzleien sicherer, den Weg zur Technologie mit einfachen und kostengünstigen Lösungen zu ebnen, wie zum Beispiel einem juristischen Chatbot. Im Gegensatz zu PPI-Fällen und Small Claims Courts in den oben genannten Beispielen muss ein Chatbot keine Rechtsfälle lösen oder vorhersagen. Im Gegenteil, Anwält*innen können den Bot nutzen, um laufende rechtliche Informationen bereitzustellen und Arbeitsabläufe zu optimieren. Der Gewinn lässt sich daran messen, wie viel Zeit man für andere Tätigkeiten einspart!

Gibt es Raum für digitale Technologie in der Rechtsbranche? Die Antwort lautet: Ja. Ist der Jurist der Zukunft ein Bot? Nein. Denn es wird unmöglich sein, dass ein Bot einen Anwalt ersetzt. Jurist*innen müssen also nicht um ihre Zukunft fürchten. Im Gegenteil, Bots können eine zeitsparende und genaue Vorgehensweise bieten, wenn es um Datenanalyse, Dokumentenerstellung und rechtliche Informationen geht. Die Arbeit mit Bots würde bedeuten, dass Anwält*innen mehr Zeit für die Arbeit mit und für die Menschen aufwenden können, die ihre Expertise benötigen.


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