Legal Tech Update Rückblick | 30.9.2019

Legal Tech Update Rückblick | 30.9.2019

Die Zukunft der Rechtsbranche

Am 30.9.2019 lud Future-Law erneut zum Legal Tech Update ins Wiener Looshaus. Bei der in Kooperation mit LexisNexis und Raiffeisen Private Banking ausgerichteten Veranstaltung wurde andächtig gelauscht und im Anschluss angeregt diskutiert und „genetzwerkt“.

  „Viele Leute glauben, dass Legal Tech nichts kosten soll. Und das ist glaube ich ein großes Missverständnis, weil all diese Tools und auch diese strategischen Überlegungen – was brauche ich und was setze ich ein – kosten Geld und Arbeit. […] Die Frage ist nicht welches Tool soll ich aussuchen, sondern die Frage ist welches Tool brauche ich und welches Problem will ich lösen.“ (Sophie Martinetz | Future-Law) Eine Vielzahl an Gästen verschiedener Rechtsabteilungen, AnwältInnen und Vertreter der öffentlichen Hand hatte sich eingefunden, um zunächst den Ausführungen von Sophie Martinetz zum Thema „Wie suche ich ein Legal Tech Tool aus?“ zu folgen. Ergänzend wurde dann noch Josefina Klöpfer von LexisNexis interviewt, um praxisnahe Einblicke zudiesen Prozessen zu erhalten. Nachdem auch noch einige Publikumsfragen beantwortet werden konnten, klang der Abend bei Drinks und Snacks aus. „Ich denke nicht, dass man Innovation auf Abruf erschaffen kann. Was ich allerdings glaube, ist dass man ein Umfeld erschaffen kann, in dem Innovation und gute Ideen wachsen und gedeihen können.“ (Josefina Klöpfer | Product Manager LexisNexis) Future-Law ortet in letzter Zeit ein großes Bedürfnis, sofort loszulegen und nach Tools zu recherchieren sobald die Entscheidung getroffen wurde, ein Tool zu kaufen. Aus unserer Erfahrung lohnt es sich jedoch (im wahrsten Sinne des Wortes) zuerst einen Schritt zurück zu machen und sich mit den eigenen Abläufen und Prozessen zu beschäftigen. Wir haben dafür eine Methode entwickelt, im Grunde geht es darum Aufgaben und Abläufe aus einer Metaperspektive zu betrachten und zu analysieren. Auf diesen Schritt folgt dann die Produktwahl. Bedarf es eines Legal Tech Tools, das einzelne Aufgaben optimiert wie zum Beispiel eine modulare Vertrags-/Dokumentenerstellung oder die digitale Abbildung eines Workflows? Oder einem Vertragsmanagement-Tool, das den gesamten Vertragslebenszyklus abbildet? Erst danach sollte die Recherche und Auswahl eines Tools beginnen. Dabei sind aus unserer Erfahrung kritische Erfolgsschlüssel, dass sowohl IT als auch das gesamte Team frühzeitig eingebunden wird. Eine externe Begleitung der Toolauswahl hat den Vorteil, dass der gesamte Prozess geführt wird und sowohl Marktkenntnisse als auch Best Practice-Wissen eingebracht wird. Bei der weiteren Umsetzung sollte der Change-Aspekt nicht unterschätzt werden.