Legal Tech – Next Level zum Mainstream: KI, Effizienz & Mandantenorientierung

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Das war die 9. Legal Tech Konferenz 2025


Bereits zum neunten Mal fand das größte Event im DACH-Raum zur Digitalisierung der Rechtsbranche statt – die Future-Law Legal Tech Konferenz (#LTK25). Die Konferenz im Park Hyatt Vienna stellte die zentrale Frage: „Legal Tech – Wie von KI profitieren?“

In einer Welt, in der die Anforderungen an Kanzleien und Rechtsabteilungen exponentiell steigen, stehen die effiziente Nutzung Künstlicher Intelligenz und die klientenorientierte Beratung im Mittelpunkt. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie als Katalysator für den „legal change“ fungiert – wo Visionen zu Realität werden und der interdisziplinäre Dialog zwischen allen Akteuren der Branche transformative Ideen und praxisnahe Lösungen fördert.

Rund 400+ Teilnehmer:innen, darunter Legal-Tech-Anwender:innen und Expert:innen von namhaften Unternehmen und Kanzleien wie Google, Microsoft, OMV, LexisNexis, RechtGPT, MANZ, Dilitrust, Legora, XPERT, Bryter, Wolters Kluwer, Schönherr, der Notariatskammer, Juve, dem ÖRAK und dem Bundesministerium für Justiz, kamen zusammen, um über die drängendsten Fragen der Branche zu diskutieren:

  • Wie gelingt der Sprung vom „Digital Gap“ zur erfolgreichen KI-Integration?
  • Welche Workflows sind notwendig, um Legal Tech erfolgreich umzusetzen?
  • Welchen Case gibt es für Legal Tech und KI in kleinen Kanzleien?
  • Wie werden anwaltliche Tätigkeiten in Zukunft angemessen vergütet (Pricing)?

Zu einer erfolgreichen digitalen Transformation gehört vor allem eines: Offenheit und Authentizität im Umgang miteinander und mit neuen Technologien. — Verena Stolz

Wir tragen alle unterschiedliche Hüte und Verantwortlichkeiten. Der Einsatz von KI darf kein Selbstzweck sein; vielmehr geht es darum, gezielt sinnvolle Anwendungsfälle zu identifizieren. Es ist faszinierend zu beobachten, auf welche klugen Ideen smarte Menschen kommen, wenn sie KI im Alltag ausprobieren. — Alexander Höller


Eröffnung durch hochrangige Vertreter:innen:


Die Konferenz wurde feierlich durch Bundesministerin für Justiz Anna Sporrer iv. durch Christian Gesek (LStA, BMJ) eröffnet. Spannend war auch die Einleitung, welche die Bedeutung von Legal Tech für die gesamte Rechtsgemeinschaft unterstrich: Mit dabei waren Armenak Utudjian (Präsident ÖRAK) und Sophie Martinetz (Gründerin, Future-Law).

Die hochrangige politische Beteiligung unterstreicht das wachsende Interesse von Justiz und Verwaltung an der digitalen Transformation des Rechtswesens und deren aktive Rolle bei
der Gestaltung der Zukunft.

Fokus auf die Praxis: Konkrete Anwendungsfelder für KI im Rechtsbereich

Die eintägige Konferenz tauchte tief in die konkreten Einsatzgebiete von KI ein: von Wissensmanagement mit KI (Corrado Moschner, Asfinag) über die datengesteuerte Mandantengewinnung (Nassim Ghobrial, Baker McKenzie) bis hin zu strategischen Überlegungen zur Veränderung durch Legal Tech (Martin Niederhuber, NHP).

Der KI-Investitions-Case: Nathalia Schomerus (Legora) beleuchtete die Frage, warum Investoren Millionen in KI-Start-ups für Anwält:innen stecken, während eine anschließende Expertendiskussion mit Harald Leitenmüller (Microsoft), Andrei Salajan (Schönherr), Susanne Mortimore (LexisNexis), Vladan Katanic (Notariatskammer), Stefanie Zaiser (Knapp AG) und Stephan Klaus (Oberlandesgericht Wien & Präsidialabteilung 10) den Status quo in Österreich –den „Digital Gap“ – schonungslos analysierte. Die Diskussion verdeutlichte, wie wichtig die Vernetzung zwischen etablierten Anbietern, innovativen Start-ups, Justiz und Wissenschaft für ein funktionierendes Legal Tech Ökosystem ist.

Hands-On & Interaktiv: In interaktiven Workshops und Roundtables stand das „Just Do It“ im Fokus. Die Teilnehmer:innen testeten praxisorientierte Tools wie RechtGPT & Microsoft Copilot für die juristische Recherche oder diskutierten in vertraulicher Atmosphäre die Implementierung von Tools und die Erstellung von KI-Playbooks für Rechtsabteilungen.

Geschwindigkeit darf nie zulasten der Qualität gehen. Es braucht immer jemanden, der die Anforderungen der Rechtsabteilung übersetzt und verständlich macht, damit Digitalisierung zum Erfolg wird. — Alexandra Pizzato


Mehr als ein Kongress – eine Bühne für neue Ideen

Die #LTK25 bestätigte ihre Rolle als mehr als nur eine Informationsveranstaltung: Sie ist eine echte Bühne für neue Ideen, ein Netzwerk für Talente und ein Impulsgeber für die Weiterentwicklung juristischer Berufsbilder. Besonders Start-ups erhielten eine Plattform, um Innovation sichtbar zu machen und den Rechtsmarkt von morgen mitzugestalten.

Im Park Hyatt Wien traf sich das Who’s Who der Rechtsbranche, um sich über aktuelle Trends und Entwicklungen auszutauschen. Die Veranstaltung förderte gezielt die Vernetzung innerhalb der Branche und darüber hinaus – zwischen Kanzleien, Unternehmen, Justiz, Verwaltung und Hochschulen. Mehr als 50 Branchenexpert:innen, Praktiker:innen und Legal Tech-Provider teilten ihre Herausforderungen und Erfolge bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten, darunter: Alexander Höller (Google), Julia Stanzenberger (AT & S), Stefan Stockinger (OMV), Martin Hackl (Bundesministerium für Justiz) und Verena Stolz (PEHB Rechtsanwälte).

Kollaboratives Denken im Mittelpunkt

Ein wichtiges Highlight war das abschließende „Justiz Update“ sowie die offene Diskussion „In the HOT SEAT“ zu den knallharten Fragen rund um Pricing und Standardisierung im Rechtsbereich. Diese Formate unterstrichen den Ansatz der Konferenz für kollaboratives Denken und Handeln, das Offenheit, Zukunftsorientierung und interdisziplinären Austausch in den Mittelpunkt stellt. Die Diskussionen zeigten auf, wie sich die Veranstaltung mit den Chancen und Risiken der digitalen Transformation des Rechtswesens auseinandersetzt und dabei Wien als wichtigen Innovationsmotor für den Rechtsmarkt in Europa positioniert.

Wir sollten uns nicht damit zufriedengeben, mit Werkzeugen zu arbeiten, die nicht ideal zu unseren Bedürfnissen passen. Investors setzen darauf, dass sich am Ende ein Anbieter im Markt für KI-basierte Rechtsdienstleistungen durchsetzen wird. — Nathalia Schomerus

Fazit: Die #LTK25 war ein voller Erfolg

Sophie Martinetz, Host und Gründerin von Future-Law, dankte allen Teilnehmer:innen und Partnern für die inspirierenden Diskussionen und betonte in ihrem Abschlusswort:

„Es gibt keine Ausreden mehr. Legal Tech ist nicht das Ziel, sondern das entscheidende Werkzeug, um juristische Dienstleistungen effizienter, zugänglicher und zukunftsfähig zu machen. Dieser offene Erfahrungsaustausch und die Vielzahl konkreter Use Cases geben die notwendige Motivation und Ideen für die Umsetzung eigener Legal Tech Projekte!“

Die Future-Law Legal Tech Konferenz 2025 bestätigte einmal mehr ihre Rolle als zentrale Plattform für den Austausch von Know-how und zukunftsweisenden Lösungen in der Rechtsbranche. Sie schafft ein echtes Ökosystem für Legal Tech – mit Raum für alle Akteure der Branche, wo Visionäre und Praktiker gemeinsam die Zukunft gestalten.


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