Person im Spotlight: Johannes Brunner

Viel wird über die Legal Tech Tools und die Best Practices berichtet. Nur selten werden die Personen der Legal Tech Branche vor den Vorhang geholt. Legal Tech Times ändert das und stellt in jeder Ausgabe eine besondere Person vor. Dieses Mal wärmt sich Johannes Brunner, Gewinner des NextGen Awards in der Kategorie Mag. sowie Konzipient bei GDB Rechtsanwälte, im Scheinwerferlicht. Erfahren Sie wie es Brunner in den Legal Tech Bereich verschlagen hat, was ihn daran so fasziniert und aus welchem Fehler er am meisten gelernt hat.
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Legal Tech Times: Wie sind Sie zu Legal Tech gekommen? Johannes Brunner: Wie ich zu Legal Tech gekommen bin, ist einfach beantwortet durch sehr viel starke Werbung, vor allem zu den Legal Tech Konferenzen. Ich habe dann begonnen, mich für Events anzumelden und die auch zu besuchen, begonnen mit dem Little Tech Frühstück bei Wien Mitte damals zum Thema Blockchain und Co. und auch die Podiumsdiskussion im in der alten Kapelle am Campus der Uni Wien. Das war sehr spannend zum Thema AI und Big Data, die alles sehr aktuelle Themen sind - wie es quer durch die Bank bei euch [Future-Law] der Fall ist. Die Legal Tech Map Austria sowieso, die sich ja jedes Jahr aktualisiert. Die damals im Looshaus stattgefunden hat am Michaelerplatz. Legal Tech Times: Was ist für Sie an Legal Tech so faszinierend? Johannes Brunner: Es ist der Zeitgeist, der der gesamten Materie eigentlich innewohnt und der mittlerweile generationenübergreifend auch schon erkannt werden darf bzw. muss. Und ich sage immer, es braucht mittlerweile ein internes Update - im wahrsten Sinne des Wortes - ein Update der Rechtsbranche, damit die Jurist*innen von morgen, die schon in den Startlöchern stehen, nicht hinten nachziehen müssen, sondern vorangehen können. Wir sind Jurist*innen. Wir sollten sowas können. Wir können mit komplexeren Themen umgehen. Wir müssen nur an einem Beispiel festhalten: Es ist fast schon peinlich, wenn eine Richterin eine Verhandlung anberaumt und die per Zoom stattfinden soll und der Rechtsanwalt eine Eingabe ins Gericht schicken muss, wo er sich zugestehen muss, dass seine Kanzlei die Voraussetzungen für Zoom nicht erfüllt. Ein Jahr nachdem wir im Lockdown uns befinden und für Zoom braucht's genau eine stabile Internetverbindung und ein Smartphone. Also ich glaube, dass wir da schon lange angekommen sein sollten, sind wir wohl nicht.

Legal Tech Times: Was muss man unbedingt über Legal Tech wissen? Johannes Brunner: Was muss man über Legal Tech wissen? Das ist gar nicht so einfach, zu beantworten. Aber ich bin ein Fan von High Performance und ich würde sagen, dass die Mischung aus Austausch von Best Practices und Wissensvermittlung und Beratung und Netzwerk jedenfalls für High Performance sorgt. Und es wird bestimmt vor allem in den nächsten Jahren definitiv für mehrere Bereiche für - egal ob Banken oder Rechtsbereich oder Unternehmen oder auch soziale Einrichtungen - es wird definitiv an Wichtigkeit zunehmen und es wird sicher auch attraktiver werden. Definitiv.

Legal Tech Times: Aus welchem Fehler haben Sie am meisten gelernt?

Johannes Brunner: Die nächste Frage ist gut. Aus welchem Fehler habe ich am meisten gelernt? Schwierig. Es waren so viele. Vielleicht aus der Summe aller Fehler bin ich zum Gelehrten geworden. Spaß beiseite, ich glaube, der große Fehler war es, Angst davor zu haben, Fehler zu machen. Ich habe sicher gelernt, mich eher von meinem Mut als von meiner Angst leiten zu lassen und meinen Entscheidungen dadurch auch zu vertrauen. Das hat mich dazu gebracht, dass mittlerweile jeder kleine Fehler- Ich freue mich auf jeden kleinen Fehler, der zu machen ist, der stellt nur einen kleinen Stein auf meinem Weg dar zum Ziel und das habe ich - egal welches es war - für mich am Ende immer nur erreicht.

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Legal Tech Times: Wie stellen Sie sich vor?

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Johannes Brunner: Also vorstellen würde ich mich bei Gericht mit Magister Johannes Brunner, in meiner Geburtsurkunde steht Johannes Bernhard Brunner und in meinem weiteren bekannten und unbekannten Kreis stelle ich mich einfach mit Johannes vor. Meine Freunde nennen mich Jo, also wer mich mit Jo auf offener Straße anspricht, der muss auch mit den freundschaftlichen Konsequenzen rechnen.

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Legal Tech Times: Wie sind Sie zu Legal Tech gekommen?

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Johannes Brunner: Wie ich zu Legal Tech gekommen bin, ist einfach beantwortet durch sehr viel starke Werbung, vor allem zu den Legal Tech Konferenzen. Ich habe dann begonnen, mich für Events anzumelden und die auch zu besuchen, begonnen mit dem Little Tech Frühstück bei Wien Mitte damals zum Thema Blockchain und Co. und auch die Podiumsdiskussion im in der alten Kapelle am Campus der Uni Wien. Das war sehr spannend zum Thema AI und Big Data, die alles sehr aktuelle Themen sind - wie es quer durch die Bank bei euch [Future-Law] der Fall ist. Die Legal Tech Map Austria sowieso, die sich ja jedes Jahr aktualisiert. Die damals im Looshaus stattgefunden hat am Michaelerplatz.

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Legal Tech Times: Was ist für Sie an Legal tech so faszinierend?

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Johannes Brunner: Was mich an Legal Tech fasziniert ist eigentlich auch einfach beantwortet: Auf einfache Fragen gibt es einfache Antworten. Es ist der Zeitgeist, der der gesamten Materie eigentlich innewohnt und der mittlerweile generationenübergreifend auch schon erkannt werden darf bzw. muss. Und ich sage immer, es braucht mittlerweile ein internes Update - im wahrsten Sinne des Wortes - ein Update der Rechtsbranche, damit die Jurist*innen von morgen, die schon in den Startlöchern stehen, nicht hinten nachziehen müssen, sondern vorangehen können. Wir sind Jurist*innen. Wir sollten sowas können. Wir können mit komplexeren Themen umgehen. Wir müssen nur an einem Beispiel festhalten: Es ist fast schon peinlich, wenn eine Richterin eine Verhandlung anberaumt und die per Zoom stattfinden soll und der Rechtsanwalt eine Eingabe ins Gericht schicken muss, wo er sich zugestehen muss, dass seine Kanzlei die Voraussetzungen für Zoom nicht erfüllt. Ein Jahr nachdem wir im Lockdown uns befinden und für Zoom braucht's genau eine stabile Internetverbindung und ein Smartphone. Also ich glaube, dass wir da schon lange angekommen sein sollten, sind wir wohl nicht.

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Legal Tech Times: Was muss man unbedingt über Legal Tech wissen?

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Johannes Brunner: Was muss man über Legal Tech wissen? Das ist gar nicht so einfach, zu beantworten. Aber ich bin ein Fan von High Performance und ich würde sagen, dass die Mischung aus Austausch von Best Practices und Wissensvermittlung und Beratung und Netzwerk jedenfalls für High Performance sorgt. Und es wird bestimmt vor allem in den nächsten Jahren definitiv für mehrere Bereiche für - egal ob Banken oder Rechtsbereich oder Unternehmen oder auch soziale Einrichtungen - es wird definitiv an Wichtigkeit zunehmen und es wird sicher auch attraktiver werden. Definitiv.

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Legal Tech Times: Aus welchem Fehler haben Sie am meisten gelernt?

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Johannes Brunner: Die nächste Frage ist gut. Aus welchem Fehler habe ich am meisten gelernt? Schwierig. Es waren so viele. Vielleicht aus der Summe aller Fehler bin ich zum Gelehrten geworden. Spaß beiseite, ich glaube, der große Fehler war es, Angst davor zu haben, Fehler zu machen. Ich habe sicher gelernt, mich eher von meinem Mut als von meiner Angst leiten zu lassen und meinen Entscheidungen dadurch auch zu vertrauen. Das hat mich dazu gebracht, dass mittlerweile jeder kleine Fehler- Ich freue mich auf jeden kleinen Fehler, der zu machen ist, der stellt nur einen kleinen Stein auf meinem Weg dar zum Ziel und das habe ich - egal welches es war - für mich am Ende immer nur erreicht.

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Legal Tech Times: Ich bin ein Gamechanger, weil

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Johannes Brunner: Ich bin ein Gamechanger, weil... Es ist schon fast anmaßend von sich selbst sowas zu behaupten, aber ich für mich: Ich bin ein Gamechanger, weil Gamechanging für mich nur eine Gruppen-Disziplin sein kann und ich immer schon Teamplayer war und auch bin und in meiner Natur gelegen auch bleiben werde.

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