Pressespiegel

Pressespiegel 14.9.

Der Legal Tech Pressespiegel zeigt die besten Neuigkeiten der Woche zu den Themen Legal Tech & Digitalisierung.
Legal Tech News
  • Der juristische Fachverlag Wolters Kluwer darf seinen Vertragsgenerator Smartlaw weiter anbieten. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden und damit die Tür für computerbasierte Legal-Tech-Dienste weiter aufgestoßen. Wie weit genau, das werden die schriftlichen Urteilsgründe zeigen. Sie liegen noch nicht vor.
  • In den letzten Jahren wurden weltweit eine Reihe von Datenschutzvorschriften erlassen, und nun ist China an der Reihe. Das neue Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten (Personal Information Protection Law, PIPL) ist streng und kann zu Geldstrafen von 5 % des Jahresumsatzes führen. Eine Anwaltskanzlei, Wilson Sonsini, und ihre Legal-Tech-Abteilung, SixFifty, haben ein Expertensystem eingeführt, das helfen soll.

    Zunächst einmal: Was ist PIPL? Vereinfacht gesagt handelt es sich um die chinesische Version der GDPR-Vorschriften der EU, die am 1. November in Kraft tritt. Sie wirkt sich auf Daten innerhalb Chinas aus, aber auch auf Daten, die außerhalb des Landes verarbeitet werden und Personen betreffen. Abgesehen von Geldstrafen könnten ausländische Unternehmen – einschließlich Anwaltskanzleien – mit einigen ernsthaften Herausforderungen konfrontiert werden, wenn sie die Vorschriften ignorieren.

    Wie eine andere Anwaltskanzlei, Morgan Lewis, in einem kürzlich erschienenen Update zu PIPL feststellte: „Ausländische Organisationen oder Einzelpersonen können auf eine ’schwarze Liste‘ gesetzt werden, die ihnen den Erhalt personenbezogener Daten aus China einschränkt oder verbietet, wenn sie die Rechte und Interessen chinesischer Bürger in Bezug auf personenbezogene Daten verletzen oder der nationalen Sicherheit oder dem öffentlichen Interesse Chinas schaden. Und das klingt nach einer recht breiten Auslegung.

  • Digitales Angebot der deutschen Justiz: Das Staats-Legal-Tech kommt – Vier Digital-Talente entwickeln für das Bundesjustizministerium eine prototypische Softwarelösung. Dadurch sollen langfristig Online-Klagen möglich werden.

  • Der globale Legal-Tech-Markt für künstliche Intelligenz wird voraussichtlich einen Umsatz von USD 37,858 Millionen bei einer CAGR +35% für den Zeitraum 2021-28 generieren. Künstliche Intelligenz (KI) verändert zunehmend den Bereich der Rechtspraxis. Viele Juristen sind sich bewusst, dass KI Kosten und Zeit erheblich reduzieren und gleichzeitig die Genauigkeit erhöhen kann. KI im rechtlichen Kontext ist definiert als Technologien, die intelligent sind, aber bestimmte definierte Funktionen haben.

    Legal-technology macht jetzt Anwälte Leben einfacher, Ihnen zu helfen, die Erbringung von Rechtsdienstleistungen in einem viel schneller und kostengünstiger als je zuvor. Die Hinzufügung von Technologie kann jede Angelegenheit effizienter und damit rentabler machen. Es wird erwartet, dass die USA und Großbritannien herausragende Länder auf dem Markt für künstliche Intelligenz im Bereich Legal Tech sind. Der Markt für Rechtsdienstleistungen zeigt weiterhin Widerstandsfähigkeit, wobei der britische Markt im Jahr 2019 auf rund £35bn geschätzt wird und wächst.

Legal Tech Investments
  • Das nigerianisch geführte Startup-Unternehmen Definely hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 2,2 Millionen Pfund angekündigt. Die Finanzierungsrunde wurde von Microsofts Risikofonds M12 angeführt und von CRE Venture Capital unterstützt. Mit dieser Finanzierung erhöht sich die Gesamtfinanzierung des Startups auf 3,4 Millionen Pfund nach einer Seed-Runde im September 2020.

    Definely wurde 2017 von dem in Nigeria geborenen Nnamdi Emelifeonwu, der derzeit als CEO fungiert, und Feargus Macdaeid gegründet. Definely ist ein in London ansässiges Legaltech-Unternehmen, das künstliche Intelligenz (KI) einsetzt, um das Aufsetzen, Lesen und Verstehen von Verträgen zu vereinfachen.
    Das Startup nimmt Anwälten den ganzen Stress, den sie hatten, wenn sie endlose Seiten von Rechtsdokumenten in Papier- und Papierform durchforsten mussten, um die wichtigsten Informationen zu finden und zu verstehen.

      Die Future-Law Membership Pro Redaktion bereitet regelmäßig interessante Beiträge zu den Themen Legal Tech und Digitalisierung vor, damit Sie vorne mit dabei sind!