Pressespiegel

Pressespiegel 22.6.

Der Legal Tech Pressespiegel zeigt die besten Neuigkeiten der Woche zu den Themen Legal Tech & Digitalisierung.
Legal Tech News
  • Die Covid19-Pandemie hat die digitale Transformation des Rechtsmarkts beschleunigt. Juristinnen und Juristen weltweit sehen darin den Schlüssel, Leistung, Effizienz und Produktivität in ihrer Branche zu verbessern. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten „Future Ready Lawyer 2021“- Studie des Informationsdienstleisters Wolters Kluwer, hervor.
  • Prioritäten verschieben sich: Viele Legal-Tech-Mitarbeiter werden ihren Job kündigen, wenn sie nicht weiterhin aus der Ferne arbeiten können, Kanzleien tendieren zu hybriden Setups (Remote Work Survey Results)
  • Mehr Personal und mehr Digitalisierung in der Justiz – dafür wollen die Länder mehr Geld vom Bund. Auf der deutschen Justizministerkonferenz gab es am Mittwochabend auch eine Einigung bei Fluggastrechten und zu einem neuen Vorabentscheidungsverfahren beim BGH.
  • Erfolgshonorare werden für deutsche Anwälte Realität: Der Österreichische Rechtsanwaltskammertag sieht dagegen keinen Reformbedarf im Berufsrecht.

Legal Tech Investments
  • Lexion, eine Plattform, die KI zur Rationalisierung von juristischen Verträgen einsetzt, gab heute den Abschluss einer Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 11 Millionen US-Dollar unter der Leitung von Khosla Ventures und mit Beteiligung von Madrona Venture Group und Wilson Sonsini bekannt. Das Kapital erhöht die Gesamtsumme des Unternehmens auf 15,2 Millionen US-Dollar. Mitgründer und CEO Gaurav Oberoi sagt, dass das Geld für die Entwicklung eines Workflow-Moduls verwendet wird, das Rechtsteams bei der Verwaltung von Vertragseingängen, Verhandlungen, Genehmigungen und Unterschriften unterstützt.

  • Das finnische Startup Contract Mill hat den erfolgreichen Abschluss einer Finanzierungsrunde von über 1 Million Euro bekannt gegeben. Die Runde wurde von der Schweizer Investmentgesellschaft Actium AG und Veenay Shah, dem Gründer von HighQ, zusammen mit mehreren angesehenen internationalen Investoren aus Großbritannien und Schweden geleitet. Die Finanzierung wird für den weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit in Großbritannien und Europa verwendet, um sich auf weiteres Wachstum zusätzlich zu den 15 Märkten vorzubereiten, in denen Contract Mill bereits im Einsatz ist.

  • Auf Smart­law.de kön­nen sich zah­len­de Nut­ze­rin­nen und Nut­zer Schritt für Schritt auf sie zu­ge­schnit­te­ne Rechts­do­ku­men­te wie Pa­ti­en­ten­ver­fü­gun­gen oder Miet­ver­trä­ge er­stel­len – aber das An­ge­bot ist um­strit­ten. Denn der Be­trei­ber hat keine Zu­las­sung zur An­walt­schaft. Das hat ihm eine Klage der Han­sea­ti­schen Rechts­an­walts­kam­mer ein­ge­bracht. Jetzt wird der deutsche Bun­des­ge­richts­hof die Frage grund­sätz­lich klä­ren.
Legal Techs & Produkte
  • Nur ein Jahr nach seiner Gründung hat das Legal-Tech-Startup Anü dicht gemacht, nachdem es Schwierigkeiten hatte, Kunden zu finden und das richtige Geschäftsmodell zu entwickeln. Es wollte das Problem lösen, dass Startup-Gründer nicht den richtigen Anwalt finden können, insbesondere Gründer, die eine andere Hautfarbe haben oder Frauen sind. Es nutzte künstliche Intelligenz, um Startups mit dem Anwalt zusammenzubringen, der am besten geeignet ist, diese zu vertreten.
  • Die globale Anwaltskanzlei Norton Rose Fulbright hat bei der Einführung eines UK Legal Schema beraten, um ein universelles strukturiertes Datenformat für die Erstellung und Interaktivität von digitalen Dokumenten (einschließlich Smart Contracts) bereitzustellen. Das Team hat auch bei der Entwicklung des britischen „SmartCo“-Projekts beraten, das es ermöglichen soll, bestehende britische Gesellschaftsformen mit Legal Schema zu betreiben und zu verwalten.

    Das Legal Schema ist eine Open-Source-Initiative, die eine gemeinsame Sprache für die Erstellung und Verwaltung von Rechtsdokumenten als Daten bereitstellt. Da sich die Welt auf eine weitreichende Digitalisierung des Vertragsprozesses zubewegt (was die Digitalisierung der meisten Aspekte der Gesellschaft widerspiegelt), ist der Bedarf an dieser gemeinsamen Sprache dringend. Auf die gleiche Weise, wie Schemata die Web-Entwicklung unterstützen und ermöglichen, unterstützt die UKLS nicht nur die Entwicklung individueller digitaler Verträge, sondern, was besonders wichtig ist, sie ermöglicht deren Interaktion untereinander (und mit bestehenden Technologien). Das Ergebnis ist, dass die aufstrebende Smart-Contract- und Digital-Asset-Industrie in Großbritannien sowohl von starken rechtlichen als auch technischen Grundlagen profitieren kann.

Legal Tech Hubs
  • Der Legal Tech Hub Vienna benennt sich um – und setzt damit ein Zeichen. Zweieinhalb Jahre nach Gründung ändert der Legal Tech Hub seinen Namen und ersetzt die geographische Zuordnung „Vienna“ durch „Europe“. Durch diese Änderung soll der internationale Schwerpunkt sowie die Ausrichtung des Legal Tech Hub betont werden.
Mergers & Acquisitions
  • Orrick berät das disruptive AgTech-Unternehmen Local Bounti bei seiner endgültigen Vereinbarung, über eine Fusion mit Leo Holdings III Corp. (NYSE: LIII), einer börsennotierten Zweckgesellschaft für Akquisitionen. Die Transaktion bewertet das kombinierte Unternehmen mit einem Eigenkapitalwert von 1,1 Milliarden US-Dollar.

    Nach Abschluss der Transaktion, der für das vierte Quartal 2021 erwartet wird, wird das kombinierte Unternehmen den Namen Local Bounti Corporation tragen und voraussichtlich an der NYSE unter dem Symbol „LOCL“ notiert bleiben.

    Als Teil der Transaktion wird Local Bounti einen Bruttoerlös von bis zu 400 Millionen US-Dollar erhalten, davon 125 Millionen US-Dollar aus einer vollständig zugesagten Stammaktien-PIPE-Transaktion von bestehenden und neuen Investoren, darunter Fidelity Management & Research Company LLC, BNP Paribas Funds Ecosystem Restoration Fund, Cargill und Lamb Weston.

    Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit unserem Partner xmotus: „Unsere Mission ist es, Führungskräfte und Berater*innen dabei zu unterstützen, besser informierte Entscheidungen zu treffen, indem wir KI nutzen, um „die Punkte zu verbinden“ und umsetzbare Erkenntnisse zu liefern. Zu diesem Zweck haben wir uns daran gemacht, eine cloudbasierte B2B-Tech-Plattform aufzubauen. Eine KI-gesteuerte Plattform zur Informationsentdeckung, die den Nutzern hilft, die Welt besser zu verstehen und sich auf das zu konzentrieren, was für sie wirklich wichtig ist.“
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