Pressespiegel

Pressespiegel 3.8.

Der Legal Tech Pressespiegel zeigt die besten Neuigkeiten der Woche zu den Themen Legal Tech & Digitalisierung.
Legal Tech News
  • Legal Tech und Anwaltskanzleien setzen mit neuen Partnerschaften auf Zusammenarbeit: Factor und Priori starten beide neue Netzwerke für Legal Tech und Rechtsdienstleistungen, Kira Neue Partnerschaften für Legal Tech und Anwaltskanzleien setzen auf Zusammenarbeit

    Der Anbieter von alternativen Rechtsdienstleistungen Factor und die Rechtsmarktplatz-Plattform Priori Legal Inc. schließen sich mit anderen Unternehmen – und untereinander – in zwei separaten Partnerschaften zusammen, die am Mittwoch bekannt gegeben wurden und darauf abzielen, Firmenkunden eine breitere Palette von Dienstleistungen und Optionen anzubieten.

  • Die Pandemie hat die Cloud-Einführung bei kleinen Unternehmen beschleunigt. Der Druck der Mandanten könnte sie festigen: Der abrupte Wechsel zur Fernarbeit könnte den inoffiziellen Beginn der Dominanz von Cloud-basierter Technologie in den Praxen von Einzelanwälten und kleinen Kanzleien markieren. Und selbst wenn die Anwälte wieder ins Büro zurückkehren, werden die Anforderungen der Kunden an die Cybersicherheit die Cloud-Einführung weiter vorantreiben, so Branchenbeobachter.

  • Missing Link: Künstliche Intelligenz – Justitias Freund und Helfer? Die Pandemie hat Gerichte zur Digitalität gezwungen. eAkte und elektronischer Rechtsverkehr bringen viele elektronischen Daten. Geht es nicht mehr ohne KI?
    Teils Schwerfälligkeit der Apparate, teils gesunde Skepsis der Richterschaft haben die deutsche Justiz bislang vor der Mode bewahrt, dass ohne KI nichts mehr geht. Doch die Gerichte werden von Anwalts- und Strafverfolger-Seite gezwungen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und zu überlegen, wo die Grenzen automatisierter Rechtsfindung liegen.

  • Der BGH sieht im sogenannten Sammelklage-Inkasso keine unzulässige Rechtsdienstleistung. Das Geschäftsmodell des Inkassounternehmers darf auch von vornherein auf die gerichtliche Einziehung von Forderungen abzielen.

    Mit seiner Entscheidung hat der BGH den Legal-Tech-Unternehmen, die mit einer Inkasso- Lizenz arbeiten, deutlich den Rücken gestärkt und den Inkassobegriff erneut sehr weit gefasst. Inkassounternehmen dürfen sich danach gleichartige Forderungen ihrer Kunden abtreten lassen und diese in einem einzigen Klageverfahren gerichtlich geltend machen.

  • Das „Rechtshandbuch Legal Tech“ ist bei Manz und C.H. Beck in der 2. Auflage erschienen. Themen sind u.a. IT-Standards, Machine Learning und die Blockchain.

    Auf rund 400 Seiten soll das Rechtshandbuch erneut die Folgen der Digitalisierung des Rechts für die juristischen Berufe, Unternehmen und Verbraucher erläutern, heißt es bei Fachverlag Manz. Die erste Auflage ist Anfang 2018 erschienen, in der schnelllebigen Welt der IT also beinahe schon vor langer Zeit.

  • Gartner hat seinen jährlichen Hype Cycle Report für Legal Tech- und Compliance-Produkte für das Jahr 2021 veröffentlicht.
Legal Tech Investments
  • Hello Divorce, die führende Legal-Tech-Plattform für erschwingliche, weniger stressige Scheidungen, gab heute eine Seed-Investition in Höhe von 2 Millionen US-Dollar unter der Leitung des disruptiven Tech-Investors CEAS bekannt. Weitere Mittel stammen von Lightbank, Northwestern Mutual Future Ventures, Gaingels, Jack Newton, CEO und Mitbegründer von Clio, Lisa Stone, WRG Managing Director, ehemalige Gründerin/CEO von BlogHer und CSO/Elevest, sowie Equity ESQ unter der Leitung von Ed Diab. Mit dieser Seed-Runde plant das Unternehmen eine schnelle Skalierung der rechtlichen Einreichungsoptionen in den USA, die Verbesserung seines bahnbrechenden Produkts und die Bereitstellung von mehr Inhalten und Dienstleistungen für Verbraucher, die sich informiert fühlen und die Kontrolle über ihren Scheidungsprozess haben.

  • Das Dubai International Financial Centre (DIFC), eine 110 Hektar große Sonderwirtschaftszone in Dubai, die 2004 eingerichtet wurde und ein Finanzzentrum für die MENA-Region und die südasiatischen Märkte ist, hat Berichten zufolge einen nicht genannten Betrag in das Legaltech-Unternehmen Clara mit Hauptsitz in Großbritannien investiert. Clara hat nach dem Erwerb der strategischen Investition durch das DIFC eine neue Geschäftsstelle in der Finanzdrehscheibe DIFC eingerichtet.
  • Die jüngste Erhebung von Raymond James über Legal Tech- und NewLaw-Unternehmen zeigt ein unglaubliches letztes Halbjahr mit Investitionen in Höhe von 1,015 Mrd. £ (1,41 Mrd. $), während Fusionen und Übernahmen in diesen verbundenen Sektoren mit 87 Deals von Januar bis Juni 2021 ein Allzeithoch erreichten.

    Das sind mehr Finanzierungen in diesen Sektoren in den letzten sechs Monaten als im gesamten Jahr 2020. Ein Teil davon kann auf zurückgehaltene Transaktionen zurückgeführt werden, die durch die Pandemie verzögert wurden, aber selbst dann sind diese Zahlen außergewöhnlich.

    Ein weiterer Faktor waren reifere Unternehmen, die in der Spätphase große Finanzierungsrunden erhielten, z. B. die Serie D von Clio mit 250 Mio. USD und die Serie E von RocketLawyer mit 223 Mio. USD. Und natürlich sind in diesen Daten nicht die verschiedenen Legal-Tech-Unternehmen enthalten, die in letzter Zeit an die Börse gingen, wie Intapp, DISCO und LegalZoom, was ebenfalls auf eine neue Wachstumsphase für Legal-Tech-Unternehmen hindeutet.

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit unserem Partner xmotus: „Unsere Mission ist es, Führungskräfte und Berater*innen dabei zu unterstützen, besser informierte Entscheidungen zu treffen, indem wir KI nutzen, um „die Punkte zu verbinden“ und umsetzbare Erkenntnisse zu liefern. Zu diesem Zweck haben wir uns daran gemacht, eine cloudbasierte B2B-Tech-Plattform aufzubauen. Eine KI-gesteuerte Plattform zur Informationsentdeckung, die den Nutzern hilft, die Welt besser zu verstehen und sich auf das zu konzentrieren, was für sie wirklich wichtig ist.“
xmotus Logo
Die Legal Tech Club Redaktion bereitet regelmäßig interessante Beiträge zu den Themen Legal Tech und Digitalisierung vor, damit Sie vorne mit dabei sind!