Pressespiegel

Pressespiegel 8.6.

Der Legal Tech Pressespiegel zeigt die besten Neuigkeiten der Woche zu den Themen Legal Tech & Digitalisierung.
Legal Tech News
  • Bis vor kurzem wurde der Markt für Rechtstechnologie von kleinen Unternehmen dominiert, die Einzellösungen für Anwälte anboten, wie z. B. Tools zur Beschleunigung der Dokumentenprüfung oder zum Auffinden von Schlüsselwörtern in den Unmengen von Gerichtsakten. Jetzt fangen die Unternehmen an, Beratung anzubieten, was früher nur professionellen Dienstleistungsunternehmen vorbehalten war.
  • Ernst & Young LLP (EY U.S.) gab die Zusammenarbeit zwischen EY Foundry (der internen Corporate Venturing-Einheit des Unternehmens) und Techstars bekannt. Unter Nutzung des globalen Techstars-Ökosystems wird EY Foundry mit führenden Startups in acht verschiedenen Themenbereichen wie Steuern, Legal Tech, HR, Compliance und Technologie zusammenarbeiten, um Pilotprojekte zu starten, Allianzen zu bilden und Übernahmen zu prüfen.
  • Vertragsmanagement gehört zu den wichtigsten Verbesserungen für Rechtsabteilungen in Großbritannien in den nächsten drei Jahren.
  • Die 2021 Legal Innovation Awards fanden am Freitag virtuell statt, um die besten und klügsten juristischen Innovatoren zu feiern, die revolutionäre Veränderungen im Rechtsmarkt vorantreiben.Die 2021 Awards führten vier neue Kategorien ein: Championing Diversity in Tech Innovation, Innovation Trailblazer Award, Disruptive Technology of the Year und Impactful Incubator Project.Unter den großen Gewinnern waren Ashurst, Eversheds Sutherland und Mills & Reeve. Hier ist eine Aufschlüsselung, wer in jeder Kategorie gewonnen hat und warum die Jury sie ausgewählt hat.
  • Die einflussreiche Inhouse- und Legal-Ops-Gruppe CLOC hat beschlossen, das SALI-Alliance-Projekt, das branchenweite Standards für Rechtsangelegenheiten entwickelt, öffentlich zu unterstützen.

    CLOC, oder das Corporate Legal Operations Consortium, hat sich schnell zu einer der führenden Stimmen und Foren entwickelt, die Kunden auf dem Rechtsmarkt vertreten, sowohl in den USA als auch in anderen wichtigen Märkten wie Großbritannien. Seine Unterstützung ist also höchst bemerkenswert.

    Es ist besonders wichtig, dass CLOC auf der Käuferseite des Rechtsmarktes steht, zumindest in Bezug auf seine Kernmitglieder. Denn das, was die SALI-Allianz (oder die Standards Advancement for the Legal Industry Alliance) zu tun versucht, nämlich die Tätigkeiten von Anwälten zu erfassen und eine gemeinsame Taxonomie zu erstellen, um sie zu beschreiben, könnte eine große Hilfe für Käufer von Rechtsdienstleistungen sein.

  • Mehr Rechtssicherheit für Inkasso-Unternehmen, die Rechtsdienstleistungen anbieten und Erfolgshonorare für Anwälte: Die GroKo hat beim Legal-Tech-Gesetz eine Einigung erzielt. Noch im Juni soll das Gesetz im deutschen Bundestag verabschiedet werden.Der ursprüngliche Regierungsentwurf war im Rahmen einer Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages kürzlich äußerst kontrovers diskutiert worden. Vor allem die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) hatte sich massiv gegen die im Entwurf vorgesehenen Erfolgshonorare für die Anwaltschaft oder auch rechtssicherere Rahmenbedingungen für Legal-Tech Unternehmen, die Rechtsdienstleistungen anbieten, ausgesprochen. Beides soll es nun aber gleichwohl – wenn auch mit gewissen Änderungen und wohl auch Zugeständnissen an die BRAK – geben.
Legal Tech Start-Ups
  • Luminance hat eine „brandneue KI-gestützte Plattform“ namens Luminance Corporate auf den Markt gebracht, die sich auf die Vertragsverhandlungsphase der internen juristischen Arbeit konzentriert, z. B. auf die Überwachung von Änderungen der Gegenparteiklauseln. Der neue Ansatz wird auch innerhalb von Microsoft Word funktionieren.

    Von besonderem Interesse ist die Fähigkeit, „proaktiv Dokumente zu durchsuchen, um zu sehen, welche Änderungen von den Gegenparteien vorgenommen wurden, einschließlich der Änderungen, die möglicherweise durchgeführt wurden, ohne dass die Änderungsverfolgung in Word eingeschaltet war„.

  • LawtechUK, das von der Regierung unterstützte Branchengremium, hat einen neuen Hub eingerichtet, der Links zu Bildungsmaterial, seinen verschiedenen Projekten und Tools sowie ein Verzeichnis mit Legal-Tech-Startups und Scale-Ups enthält.
    LawtechUK, das über Tech Nation operiert, hat ein Sammelsurium an Projekten und Ressourcen für alle entwickelt, die sich für Legal Tech interessieren und damit zu tun haben, z. B. die kürzliche Einführung eines Tools zur Überprüfung von Vorschriften und eines Protokolls, das Ihnen den Zugriff auf juristische Daten oder deren gemeinsame Nutzung erleichtert.
  • LexCheck, Anbieter der weltweit einzigen KI-gestützten Plattform für Vertragsverhandlungen, die nahezu sofortige Redlining- und Beratungsleistungen in Anwaltsqualität für praktisch alle Geschäftsverträge bietet, gab heute bekannt, dass das Unternehmen vom CIOReview Magazine, der branchenführenden monatlichen Technologiepublikation für C-Suite-Führungskräfte, Entscheider und Branchenexperten, als einer der „20 vielversprechendsten Legal Tech Solution Providers of 2021“ ausgewählt wurde.

Der Legal Tech App-Markt hat in den letzten Jahren ein kontinuierliches Wachstum erlebt und wird im Prognosezeitraum (2021-2026) voraussichtlich noch weiter wachsen. Die Bewertung bietet eine 360°-Ansicht und Einblicke, die die wichtigsten Ergebnisse der Branche umreißt. Diese Einblicke helfen den Business-Entscheidern, bessere Geschäftspläne zu formulieren und fundierte Entscheidungen für eine verbesserte Rentabilität zu treffen. Darüber hinaus hilft die Studie Venture-oder private Akteure in das Verständnis der Unternehmen genauer, um besser informierte Entscheidungen zu treffen.
Hauptakteure sind:
Clio (Kanada),Case Crunch (Vereinigtes Königreich),Premonition (Australien),Cognitiv+ Ltd (Vereinigtes Königreich),Flexeboss (Vereinigtes Königreich),Axiom (Vereinigte Staaten),Fast case (Vereinigte Staaten),Lawgeex (Vereinigte Staaten),RentersUnion (Vereinigtes Königreich),

Markttrends:
Einführung von Technologien wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen

Herausforderungen:
Begrenzte Verfügbarkeit von Legal Tech App-Anbietern

Chancen:
Steigendes Bewusstsein für Legal Tech Apps in Entwicklungsländern
Wachsende Anzahl von Anwaltskanzleien führt zur Nachfrage nach Legal Tech Apps

  • Wie das Start-up Rightnow Kunden hilft, Geld vom Fitnessstudio zurückzufordern: Viele Fitnessstudios buchen in den Lockdown-Monaten weiter Beiträge ab. Das ruft Legal-Tech-Unternehmen auf den Plan. Was Betroffene wissen sollten. Rightnow kauft Verbrauchern Rechtsansprüche aus dem Alltag ab. Das Start-up hilft beispielsweise dabei, überhöhte Mietnebenkosten zurückzuholen oder die Kfz-Versicherung bei Unfällen zur Zahlung zu bewegen.
  • Das australische Rechtsberatungs-Start-up Sprintlaw geht in Großbritannien an den Start. In den vergangenen fünf Jahren hat es sein Team von On-Demand-Anwälten aufgestockt, um mit traditionellen Kanzleien zu konkurrieren.
Legal Tech Investments
  • ContractZen hat eine Finanzierung in Höhe von 1 Mio. € (1,22 Mio. $) eingesackt – ein weiterer Erfolg für die nordische Legal-Tech-Branche. Das Geld wird von der Vertragsmanagement- und VDR-Plattform verwendet, um das Wachstum zu beschleunigen und das internationale Marketing voranzutreiben.

    ContractZen ist eine etwas ungewöhnliche Plattform, denn sie bietet: Vertragsmanagement, Meeting-Management, virtuelle Datenräume (VDR), sowie elektronische Signaturen.

  • Orrick berät das neue Einhorn Bought By Many bei der 350 Millionen Dollar schweren Serie D
    Bought By Many, ein digitaler Anbieter von Haustierversicherungen, wurde bei seiner 350 Millionen Dollar schweren Series D-Finanzierungsrunde beraten. Angeführt von EQT Growth bringt diese Finanzierung die Bewertung von Bought By Many auf über $2 Milliarden – und macht es damit zum jüngsten Unternehmen in Großbritannien, das den Status eines Einhorns erreicht. Bestehende Aktionäre, darunter Octopus Ventures und Munich Re Ventures, beteiligten sich an der Runde.
      Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit unserem Partner xmotus: „Unsere Mission ist es, Führungskräfte und Berater*innen dabei zu unterstützen, besser informierte Entscheidungen zu treffen, indem wir KI nutzen, um „die Punkte zu verbinden“ und umsetzbare Erkenntnisse zu liefern. Zu diesem Zweck haben wir uns daran gemacht, eine cloudbasierte B2B-Tech-Plattform aufzubauen. Eine KI-gesteuerte Plattform zur Informationsentdeckung, die den Nutzern hilft, die Welt besser zu verstehen und sich auf das zu konzentrieren, was für sie wirklich wichtig ist.“
      xmotus Logo
      Die Legal Tech Club Redaktion bereitet regelmäßig interessante Beiträge zu den Themen Legal Tech und Digitalisierung vor, damit Sie vorne mit dabei sind!