Wie strukturiert man seine tägliche rechtliche Arbeit?

Im Zuge unserer neuen Veranstaltungsreihe „Legal Tech Radar“ gaben uns ausgewählte Expert*innen praxisnahe Einblicke in für den juristischen Alltag relevante Tools. Der zweite virtuelle Legal Tech Radar ging am 22.10.2020 über die Bühne und bot für die Teilnehmer*innen viel Gesprächsstoff in der anschließenden interaktiven Diskussionsunde.

 „So much Data, so little Time! Inzwischen sammelt sich bei fast jeder Kanzlei und auch bei kleineren Anwält*innen eine große Menge an Daten, die ohne Softwarehilfe nur schwer oder gar nicht strukturiert werden kann. Welche Tools brauche ich, um den größtmöglichen Mehrwert aus meinen Daten ziehen zu können?“ (Sophie Martinetz | Future-Law)

Am Abend des 22. Oktober 2020 fand erneut das von Future-Law neu ins Leben gerufene Legal Tech Radar statt, das virtuell abgehalten wurde. An der bunten Zusammensetzung des Teilnehmerkreises war erkennbar, dass das gewählte Thema von größter Relevanz ist: unter den Zuhörenden waren die unterschiedlichsten Bereiche vertreten – Anwält*innen, CEOs, Vertreter der öffentlichen Hand, sogar Studierende und viele mehr.

Sophie Martinetz (Gründerin | Future-Law) diskutierte mit Jorrit Berkhout (Account Director EMEA | KIRA) und Arnold Scherabon (CEO | IURIO) über potentielle Use Cases ihrer Softwarelösungen. Die beiden Diskussionsgäste zeigten außerdem Lösungsansätze auf, wie der juristische Alltag mithilfe von modernen Anbietern erheblich erleichtert werden kann.

Immer wieder fielen dabei die Begriffe “Textanalyse” oder “kollaborative Lösungen”. Doch was verbirgt sich genau hinter diesen Trends, die das neue Credo der Rechtsbranche zu sein scheinen?

Jorrit Berkhout (KIRA) erklärt: „Kira ist eine innovative, leistungsstarke, preisgekrönte SAAS-Softwareplattform, die sich durch die Identifizierung und Analyse von Klauseln in Vertragstexten auszeichnet. Sie automatisiert die Extraktion und Analyse von Schlüsselbestimmungen aus strukturierten und unstrukturierten Verträgen, um den Due-Diligence-Prozess zu beschleunigen und die Genauigkeit zu verbessern. Kira kann in virtuellen Datenräumen und anderen großen Vertragsspeichern eingesetzt werden und erstellt zusammenfassende Analysen innerhalb weniger Minuten. Das stellt eine große Entlastung der Ressourcen vieler Kanzleien dar.“

Gerade in der täglichen Arbeit kann sich ein solches Tool demnach als wertvolle Unterstützung herausstellen. Wie sieht es aber in der aktuellen Situation aus, wo nicht nur große Datenmengen, sondern auch Home Office und längere (Kommunikations-)Wege zwischen Kolleg*innen eine Herausforderung darstellen?

„Sogar wenn die Kolleg*innen im Büro nebenan sitzen, ist es oft schwer, den Projekt-Flow im Auge zu behalten. IURIO ist ein intuitives Projektmanagement- und Workflow-Tool und hilft, den Überblick zu bewahren. Auch die Arbeit mit Mandant*innen kann so vereinfacht werden. Mit modernsten Verschlüsselungstechnologien und höchsten Sicherheitsstandards schützen wir den Austausch von deinen Informationen und Daten“, erklärt Arnold Scherabon (IURIO).

Die Tools bieten also unter anderem mehr Effizienz und einen verbesserten Workflow, ein Pain Point den Sophie Martinetz (Future-Law) in ihrer Beratungsfunktion für Rechtsabteilungen und Anwält*innen schon oft gehört hat.

Das Publikum zeigte sich in der an die Diskussion anschließende Fragerunde sehr interessiert und konfrontierte die Expert*innen mit zum Teil auch kritischen Fragen. Besonderes Interesse galt der Einführung von den vorgestellten Tools in das juristische Umfeld und den damit einhergehenden Herausforderungen.

Die Legal Tech Club Redaktion bereitet regelmäßig interessante Beiträge zu den Themen Legal Tech und Digitalisierung vor, damit Sie vorne mit dabei sind!