Wissen managen: Die Frage ist, welches Wissen Sie weitergeben wollen

Wissen managen: Die Frage ist, welches Wissen Sie weitergeben wollen

Die Zukunft der Rechtsbranche
Von Sophie Martinetz (Wiener Zeitung | 5.12.2019) Sie kennen das sicher – Sie arbeiten an einem Vertrag, und es fällt Ihnen eine tolle Klausel ein, die passen würde. Sie haben sie vor längerer Zeit verwendet – in diesem Vertrag mit einem großen Stammkunden, und sie war verkäuferfreundlich. Am Ende wurde sie viel diskutiert und ausformuliert, aber nicht in den finalen Vertrag übernommen. Juristen häufen im Laufe ihrer beruflichen Karriere großes Wissen an. Es ist in Verträgen, internen Dokumenten, Gutachten, E-Mails und in ihren Köpfen. Das passende Schlagwort dazu heißt Wissensmanagement. Oft wird dieses mit Dokumentenmanagement „verwechselt“: Das heißt, Dokumente werden nahezu lückenlos verwaltet. Das berechtigte Ziel ist die Minimierung von Aufwand und Zeit, die richtigen Informationen zu finden, oder auch, dass das Rad ständig neu erfunden werden muss. Ein gut strukturiertes Dokumentenmanagement je nach Größe der Kanzlei ist also die Basis für Zugang zu Information: Wann ist welche Information notwendig und wo finde ich sie? Bei Kanzleien wir das oft von einer Kanzleisoftware abgebildet. Hier ist nicht die strukturierte Ablage, sondern oft die rasche und genaue Auffindbarkeit/Durchsuchbarkeit das Thema. Rechtsabteilungen führen immer stärker Vertragsmanagementsysteme ein, um E-Mails und Dokumente wieder strukturiert zu speichern. Wissensmanagement ist allerdings mehr als das, das Ziel ist, Wissen in einem Unternehmen transparent und zugänglich für Mitarbeiter zu gestalten. […] Weiterlesen auf wienerzeitung.at