Nachbericht Umfragepräsentation

NACHBERICHT FUTURE-LAW Umfragepräsentation – Digital Leadership. Führung der Mitarbeiter*innen in die digitale Transformation. 45% der Kanzleien und Rechtsabteilungen haben keinen klaren Plan mit Umsetzungsschritten für die digitale Transformation in Ihrer Kanzlei / Rechtsabteilung.
Was bringt die Zukunft – und welche Ansätze gibt es, um das Unternehmen und die Mitarbeiter*innen in der digitalen Transformation zu begleiten? Am 20. September präsentierte Future-Law gemeinsam mit den Umfragepartnern LexisNexis und XPERT Business Solutions die Ergebnisse der Umfrage zu diesem sehr aktuellen Thema. Eines ist klar: Partner*innen und Rechtsabteilungsleiter*in sind die Vorbilder bei der Nutzung digitaler Tools.

Mehr als 120 TeilnehmerInnen wurden österreichweit zu ihren Einschätzungen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Zukunft und die ihrer Kanzlei bzw ihres Unternehmens befragt. Dabei wurde unter anderem ermittelt, welchen Stellenwert Legal Tech dabei spielt und welche Rolle Führungskräfte im Transformationsprozess einnehmen sollten und welche Tools in Zukunft interessant sein könnten.

Vladan Katanic, XPERT Business Solutions

 „Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, wie wichtig das Thema Digitalisierung ist. Ein Verständnis der aktuellen Marktbedürfnisse gekoppelt mit unserer 21-jährigen Erfahrung in der Entwicklung juristischer Software liefert uns und unseren KundInnen einen immensen Marktvorteil. Unsere KundInnen können weiterhin auf richtungsweisende Innovationen im juristischen Bereich zählen. Wir bleiben unserem Motto treu: Kompetenz ist (und bleibt) Programm“, Vladan Katanic, COO bei XPERT Business Solutions.

Digitalisierungsgrad und Optimierungspotential

Die Umfrage beförderte einige spannende Tatsachen ans Tageslicht. Allgemein ist die Zufriedenheit mit dem Digitalisierungsgrad der Arbeitsläufe und der juristischen Arbeit hoch – lediglich 25% der Befragten geben an, damit weniger zufrieden oder überhaupt nicht zufrieden zu sein.

54% der Befragten gaben an, dass in der Kanzlei / Rechtsabteilung weitgehend digitalisierte Informationsverarbeitung und Bereitstellung von Informationen praktiziert wird. Einen Schritt weiter geht jedoch nur ein deutlich kleinerer Prozentsatz: 20% haben zumindest weitgehend digitalisierte interne Prozesse, aber ein weitgehend digitalisiertes Geschäftsmodell wird lediglich von 14 % praktiziert.

Sophie Martinetz,
Future-Law

Großes Optimierungspotential gibt es beim geplanten Einsatz von Legal Tech Tools. Sophie Martinetz, Future-Law führt aus: „33% der Befragten gaben an, aktuell keine Digitalisierungsmöglichkeiten in Planung zu haben und 11% können sich auch keine vorstellen. Es gibt also viel Potential. Allerdings geben auch 45% der Kanzleien und Rechtsabteilungen an keinen klaren Plan mit Umsetzungsschritten für die digitale Transformation in Ihrer Kanzlei / Rechtsabteilung zu haben. Es gibt also noch viel Gestaltungsspielraum.“

Susanne Mortimore, LexisNexis

Wer ist verantwortlich?

Die Verantwortlichkeit für digitale Initiativen divergiert im Kreis der Befragten stark zwischen dem/der PartnerIn, der Abteilungsleitung oder sonstigen Führungskräften. In rund 16% der Fälle ist überhaupt keine dafür verantwortliche Person definiert. Auch über Tempo und Agenda ist man sich nicht einig: in einem Fünftel der Fälle hat digitale Transformation keinen festen Bestandteil in der strategischen Agenda, und beinahe jede zweite befragte Person gab an, dass es keinen klaren Plan mit eindeutigen Umsetzungsschritten gäbe. <em>„Digitalisierung wird oft auf „Schneller, effizienter“ reduziert. Die Umfrage zeigt, dass inhaltliche Arbeitsprozesse ganz oben stehen: zB Analyse und Recherche, und da bedeutet digitale Transformation nicht nur zu schnelleren, sondern auch zu besseren Antworten zu verhelfen. Also inhaltlich bessere Ergebnisse und Argumente – genau das, was wir mit Legal Intelligence vorantreiben, und die Umfrage bestätigt, dass hier ein riesiges Potenzial für die Rechtsbranche liegt.“, so Susanne Mortimore, CEO LexisNexis Österreich

Alles eine Frage des Budgets

Lediglich etwas mehr als ein Drittel der Befragten hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Umsatz durch den Einsatz von Legal Tech Tools zu erhöhen. Das spiegelt sich im Budget wider, das in den jeweiligen Unternehmen für Legal Tech freigegeben wird. Über 60% der Befragten gaben an, dass es in ihrem Unternehmen gar kein festgelegtes Budget für Legal Tech gibt. Die Bereitschaft für Legal Tech Tools Geld auszugeben ist ebenfalls gemischt: Während 17% bereit sind dafür mehr als € 50.000,- auszugeben, haben knapp 15% lediglich € 1.000,- Budget, weitere knapp 50% zwischen € 1.000 und € 10.000,-.

Wie geht es weiter?

Einer digitalisierten Zukunft blickt ein Großteil positiv entgegen. Eine deutlich überwiegende Mehrheit gibt an, dass sich sowohl Arbeitsweise (juristische und nicht-juristische), Geschäftsentwicklung, Kostensituation, Gehalt und Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen ihrer Ansicht nach positiv bzw. weder positiv noch negativ auswirken werden.

Um das Potenzial der digitalen Transformation ausschöpfen zu können müssen Kanzleien bzw. Rechtsabteilungen insbesondere Veränderungen offener annehmen (52%), die Gesamtstrategie anpassen (46%) und die Agilität erhöhen (38%).

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