New Work: Home Office – Modewort oder Zukunftsweiser?

New Work: Home Office – Modewort oder Zukunftsweiser?

Die Zukunft der Rechtsbranche
Es hört sich verlockend an: Telefonkonferenz im Pyjama, Excellisten auf der Couch bearbeiten und die persönliche Lieblingskaffeesorte immer griffbereit. Doch ist wirklich alles so rosig, wenn man im Home Office arbeitet? 
Bei Homeoffice steht die Flexibilisierung der Arbeit im Vordergrund da die Arbeit nicht im Gebäude des Arbeitgebers stattfinden muss. 2018 nutzen in Österreich, laut einer vom Bürodienstleister Regus in Auftrag gegebene Studie, 54 Prozent die eigenen vier Wände als Arbeitsplatz.
Wie auch unsere Future-Law Studie „Rechtsabteilung 2035“ zeigt spielen Flexible Arbeitszeiten (79,17%) und Familienfreundlichkeit (50%) bei der Gewinnung zukünftiger Mitarbeiter eine große Rolle. Jeder dritte Arbeitnehmer wünscht sich, zumindest ab und zu von zu Hause aus arbeiten zu können. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor. Das Angebot zum Home-Office überzugehen, kann für potenzielle MitarbeiterInnen attraktiv sein und sich somit positiv für den Arbeitgeber auswirken. 
Effizienter oder geringere Produktivität? 
Man könnte argumentieren, dass ohne direkten Austausch mit dem Team die Produktivität sinkt, jedoch ist ein möglicher Koneter, dass Smalltalk aus der Küche, oder ständiges Telefonklingeln im Großraumbüro den Arbeitsfluss unterbrechen. Oft kommt im Zusammenhang mit Homeoffice auch das Thema Selbstausbeutung auf. In manchen Betrieben kann quasi Anwesenheit als Leistungsnachweis gelten, wohingegen sich Beschäftigte die von zu Hause arbeiten Leistungsdruck machen, um zu zeigen wie viel geleistet wurde. 
Performancethemen hat man egal, ob die Arbeit von daheim oder im Büro verrichtet wird — mit guten Mitarbeitern im Unternehmen ist der Standort der Verrichtung nebensächlich. Als Arbeitgeber ist es gut zu wissen, was von den Mitarbeitern verlangt wird und wo Ihre Aufgabenbereiche liegen.
Homeoffice hat nicht zwingend etwas mit Familie zu tun. Man sollte sich also überlegen, ob man wirklich einen Grund braucht, um den Anspruch auf Homeoffice zu haben.
Rechtlicher Aspekt 
Auch aus rechtlicher Sicht stellen sich einige Fragen: wann ist ein Arbeitsunfall ein Arbeitsunfall oder wie sieht es mit Betriebsmittelleistung und Aufwandersatz aus? Für ausführlichere Lektüre zu diesen Fragen: ein Schwerpunktbeitrag von Martin Risak in der Zeitschrift für Arbeits- und Sozialrecht https://arbeitsrecht.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/i_arbeitsrecht/ZAS_2016-04__204_Risak_Home_Office_I.pdf
Was ist Ihre Meinung zum Thema Home-Office und wie gestalten Sie die Arbeit am liebsten ? 
 
Ihr Future- Law Team,
Sophie Martinetz & Sophie Werner
 
Sophie Martinetz  Sophie Werner